Impressumspflicht Österreich: 7 Fehler, die teuer werden
Wichtiger Hinweis vorab: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Wir bei Klaax sind Experten für Webdesign und SEO, keine Juristen. Für eine verbindliche Prüfung Ihres Impressums empfehlen wir die Rücksprache mit der Wirtschaftskammer (WKO) oder einem spezialisierten Anwalt.
Warum das Impressum das Fundament Ihrer Website ist
Viele Website-Betreiber in Österreich betrachten das Impressum als lästige Pflichtübung – ein paar Zeilen Text im Footer, die niemand liest. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Für uns als Webagentur aus Wien (Floridsdorf) ist das Impressum mehr als nur Bürokratie: Es ist das Vertrauenssiegel Ihrer digitalen Präsenz.
Gerade in Wien und Umgebung, wo der Wettbewerb unter Dienstleistern, Ärzten und KMUs hoch ist, suchen Kunden nach Seriosität. Ein unvollständiges Impressum sendet nicht nur negative Signale an Ihre Besucher, sondern öffnet auch Tür und Tor für teure Abmahnungen nach dem E-Commerce-Gesetz (ECG), dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) oder dem Mediengesetz.
In diesem Artikel beleuchten wir die häufigsten Stolpersteine für österreichische Unternehmer und zeigen, wie Sie Ihre Website rechtlich sicherer gestalten – und wie wir bei Klaax Sie dabei unterstützen, technische Hürden zu meistern.
Die Rechtslage in Österreich: Ein Dschungel aus drei Gesetzen
Anders als oft vermutet, gibt es in Österreich nicht „das eine“ Gesetz für das Impressum. Die Informationspflichten setzen sich aus verschiedenen Rechtsmaterien zusammen. Wer hier den Überblick verliert, riskiert Verwaltungsstrafen von bis zu 3.000 Euro oder wettbewerbsrechtliche Klagen.
1. Das E-Commerce-Gesetz (ECG)
Das ECG betrifft fast jeden Website-Betreiber, der Waren oder Dienstleistungen anbietet – also praktisch jedes Unternehmen. Es schreibt die grundlegende Identifizierbarkeit vor.
2. Das Unternehmensgesetzbuch (UGB)
Sind Sie im Firmenbuch eingetragen (z.B. als GmbH oder e.U.)? Dann greifen zusätzlich die Vorschriften des UGB. Hier müssen beispielsweise Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht zwingend genannt werden.
3. Das Mediengesetz (MedienG)
Hier wird es oft kompliziert. Betreiben Sie einen Blog oder versenden Sie einen Newsletter? Dann gelten Sie als „Medieninhaber“. Je nach Ausrichtung (gibt es redaktionelle Inhalte, die die Meinungsbildung beeinflussen?) unterscheidet man zwischen der „kleinen“ und der „großen“ Offenlegungspflicht. Besonders für unsere Kunden im Bereich Praxismarketing für Ärzte ist dies relevant, da Gesundheitsinformationen schnell in den redaktionellen Bereich fallen.
Die 7 häufigsten Impressums-Fehler (und wie Sie sie beheben)
In unserer täglichen Arbeit bei Klaax, wo wir Websites auf Performance und SEO trimmen, sehen wir immer wieder dieselben Versäumnisse. Diese Fehler sind vermeidbar:
Fehler 1: Copy & Paste aus Deutschland
Ein Klassiker: Man sucht sich ein Impressum eines Mitbewerbers und kopiert es. Oft stammen diese Vorlagen jedoch von deutschen Websites. Das deutsche TMG (Telemediengesetz) hat andere Anforderungen als das österreichische ECG. Verweise auf deutsche Registergerichte oder Haftungsausschlüsse, die in Österreich rechtlich unwirksam sind, wirken unprofessionell und sind rechtlich riskant.
Fehler 2: Fehlende oder falsche UID-Nummer
Wenn Sie eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UID) besitzen, muss diese im Impressum stehen. Eine einfache Steuernummer reicht nicht aus. Dies ist einer der häufigsten Abmahngrunde, da er für Konkurrenten sehr leicht überprüfbar ist.
Fehler 3: Die vergessene „Blattlinie“
Websites, die über die reine Darstellung des Unternehmens hinausgehen und redaktionelle Inhalte bieten (z.B. ein Firmenblog mit Tipps), benötigen laut Mediengesetz eine sogenannte „Blattlinie“. Diese erklärt die grundlegende Richtung des Mediums (z.B. „Informationen über Zahngesundheit und Kieferorthopädie“).
- Tipp von Klaax: Wenn wir für Sie ein individuelles Webdesign erstellen, planen wir den Platz für solche rechtlichen Texte von Anfang an so ein, dass sie gut lesbar, aber nicht designstörend sind.
Fehler 4: Gewerbebehörde und Kammerzugehörigkeit
Viele Dienstleister vergessen anzugeben, welcher Kammer sie angehören (meistens die Wirtschaftskammer Österreich / WKO) und welche gewerberechtlichen Vorschriften gelten (Gewerbeordnung, abrufbar unter www.ris.bka.gv.at). Auch die zuständige Aufsichtsbehörde (z.B. Magistratisches Bezirksamt in Wien) muss genannt werden.
Fehler 5: Keine ladungsfähige Anschrift
Ein Postfach reicht nicht. Im Impressum muss eine physische Adresse stehen, an der das Unternehmen tatsächlich erreichbar ist.
Fehler 6: Verstecktes Impressum
Das Gesetz fordert eine „leichte und unmittelbare“ Erreichbarkeit. Das bedeutet:
- Der Link muss von jeder Unterseite aus erreichbar sein.
- Er muss klar als „Impressum“ bezeichnet sein (nicht nur „Info“ oder „Kontakt“).
- Er darf nicht in einem verschachtelten Menü versteckt sein.
Bei unseren SEO- und Performance-Optimierungen sorgen wir dafür, dass das Impressum meist im Footer (Fußzeile) fest verankert ist, damit es auf Desktop und Mobile immer nur einen Klick entfernt ist.
Fehler 7: Spezielle Pflichten für Berufsgruppen missachten
Besonders unsere Zielgruppe der Ärzte und medizinischen Dienstleister muss aufpassen. Das E-Commerce-Gesetz fordert hier zusätzliche Angaben:
- Berufsbezeichnung und der Staat, in dem sie verliehen wurde.
- Verweis auf berufsrechtliche Regeln (z.B. Ärztegesetz).
- Zuständige Kammer (Ärztekammer).
Wir haben uns auf Praxismarketing spezialisiert und kennen die technischen Anforderungen, um diese Informationen sauber und strukturiert auf Ihrer Praxis-Website darzustellen.
Impressum vs. Datenschutzerklärung: Nicht verwechseln!
Ein weiterer häufiger Fehler ist die Vermischung von Impressum und Datenschutzerklärung. Während das Impressum sagt, wer Sie sind, erklärt die Datenschutzerklärung, wie Sie mit Nutzerdaten umgehen (Cookies, Tracking, Kontaktformular-Daten).
Seit der DSGVO ist die Datenschutzerklärung ein lebendes Dokument. Wenn wir bei Klaax eine Website bauen, implementieren wir technische Lösungen, die Datenschutz und Performance vereinen. Ein sauberes Impressum und eine getrennte, valide Datenschutzerklärung sind essenziell für das Ranking bei Google. Suchmaschinen bewerten „Trust“-Signale – und Rechtssicherheit ist ein massives Vertrauenssignal.
Checkliste: Was gehört in ein österreichisches Standard-Impressum?
Um Ihnen einen schnellen Überblick zu geben, haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst (gültig für die meisten KMUs):
- Firmenwortlaut: Exakt wie im Firmenbuch oder Gewerberegister.
- Rechtsform: z.B. GmbH, OG, e.U.
- Anschrift: Straße, Hausnummer, PLZ, Ort (kein Postfach).
- Kontaktdaten: Telefonnummer, E-Mail-Adresse (Fax, falls vorhanden).
- UID-Nummer: Sofern vorhanden (ATU…).
- Firmenbuchnummer & -gericht: Falls eingetragen.
- Kammerzugehörigkeit: z.B. WKO, Landesinnung.
- Aufsichtsbehörde: Gemäß ECG.
- Anwendbare Vorschriften: Verweis auf GewO.
- Unternehmensgegenstand: Was machen Sie?
- Blattlinie: Bei redaktionellen Inhalten/Newslettern.
Warum Klaax der richtige Partner für Ihren Webauftritt ist
Rechtssicherheit beginnt bei der Technik und dem Design. Ein Impressum, das auf dem Smartphone nicht lesbar ist oder dessen Link nicht funktioniert, ist wertlos. Wir bei Klaax verstehen uns nicht nur als Designer, sondern als strategische Partner für Ihren digitalen Erfolg.
Unsere Stärken liegen in der Kombination aus:
- 100% individuellem Webdesign: Wir nutzen keine starren Fertig-Templates, die schwer an österreichische Rechtsnormen anzupassen sind.
- Fokus auf Performance & SEO: Wir wissen, dass Google Websites abstraft, die intransparent wirken. Ein korrektes Impressum stärkt Ihre SEO-Basis.
- Persönliche Betreuung: Auch wenn wir remote arbeiten, haben Sie bei uns einen fixen Ansprechpartner statt eines anonymen Call-Centers. Wir gehen Ihre Website-Struktur im Video-Call Punkt für Punkt durch.
Fazit: Sicherheit schafft Vertrauen
Ein fehlerfreies Impressum schützt Sie nicht nur vor Abmahnungen, es ist auch ein Zeichen von Professionalität gegenüber Ihren Kunden in Wien und ganz Österreich. Unterschätzen Sie nicht die Wirkung transparenter Informationen.
Ist Ihre Website aktuell rechtlich auf wackeligen Beinen? Oder wirkt Ihr Webdesign veraltet und schafft kein Vertrauen? Lassen Sie uns darüber sprechen.
Möchten Sie sichergehen, dass Ihre Website technisch und strukturell auf dem neuesten Stand ist? Vereinbaren Sie jetzt Ihr kostenloses Erstgespräch per Video-Call. Wir analysieren Ihren Status Quo und zeigen Ihnen, wie Sie mit einem professionellen Webauftritt mehr Kunden gewinnen.


